Neues zukunftsweisendes Gebührenmodell

Da wir mit dem heutigen Datum in die Outdoor-Saison starten, wollen wir diesen Tag nutzen und ein revolutionäres Konzept vorstellen, das bei unseren Mitgliedern bestimmt auf große Begeisterung stoßen wird.
Jedes Vereinsmitglied erlebt zu Jahresbeginn wieder und wieder die unangenehme Situation die Gebühr für die Jahresmitgliedschaft zahlen zu müssen, obwohl man sich noch gar nicht sicher sein kann, ob man überhaupt Zeit für das Bogenschießen hat.
Natürlich ist bekannt, dass der Verein neben der wertvollen ehrenamtlichen Tätigkeit seiner Mitglieder auch auf Einnahmen angewiesen ist, da er selbst für jedes einzelne Mitglied Gebühren an den Verband zahlen muss, ergänzt von Versicherungskosten, Pacht und einer Unmenge an laufenden Zahlungen für den Platz und dessen Ausstattung. Wenn man dieses wichtige Argument aber beiseitelässt und man nur allein seine persönliche Situation betrachtet, erkennt man recht schnell die Gefahr, dass man genau einmal im Jahr zum Schießen kommen könnte und dafür aber eine Jahresgebühr von 180,- € entrichten musste.
Um dieser Problematik Herr zu werden, wollen wir mit dem heutigen Tag ein neues Gebühren-Modell vorstellen, das natürlich zuerst erprobt und bei Erfolg ab 2027 aktiv angewandt werden soll und dabei die Jahresgebühr ersetzt.
Bei der Evaluierung möglicher Gebührenmodelle wurden verschiedene Ansätze untersucht:
Gebühr für Verweildauer am Platz (Platz-Verweil-Gebühr)
Wie es sich ohnedies bereits als Gerücht herumgesprochen hat, wurde das neue Zutrittssystem nicht nur aus Sicherheitsgründen angeschafft. Es könnte zukünftig mit Zustimmung der Mitglieder auch dafür verwendet werden, die Verweildauer auf dem Platz zu erfassen.
Als positiver Nebeneffekt würden alle, die den Platz verlassen auch Sorge tragen den Platz immer zu versperren, sonst würden nämlich (auch über Nacht) die Platz-Verweil-Gebühren weiterlaufen.
+ Automatische Erfassung der Verweildauer (mit Zustimmung der Mitglieder)
+ Für Mitglieder: Wenn ein Mitglied nicht auf den Platz kommt, zahlt er auch nichts
– Für Mitglieder: Beträchtliche Zahlungen, wenn jemand den Platz verlässt und dabei vergisst zuzusperren.
– Für den Verein: Wenn ein Mitglied nicht auf den Platz kommt, zahlt er auch nichts
+ Für den Verein: Zusätzliche Einnahmen, wenn jemand den Platz verlässt und dabei vergisst zuzusperren.
Nach genauer Evaluierung wurde die Idee der Platz-Verweil-Gebühr verworfen, da weder die Zugangs-Software noch der Datenschutz eine praktikable Umsetzung der Idee gewährleistet.
Gebühr pro geschossenem Pfeil (Pfeile-Schuss-Gebühr)
Als brauchbares Gebührenmodell bietet sich damit die Erhebung einer Gebühr pro geschossenem Pfeil an, das bereits erfolgreich auf Bogensportplätzen im Norden Deutschlands und im Baltikum angewandt wird.
Auf dem ersten Blick scheint es nicht realistisch und recht aufwändig die Anzahl der geschossenen Pfeile zu erfassen. Wir können aber berechtigte Sorgen zerstreuen, das neue Gebührenmodell soll nur schrittweise realisiert werden, in der letzten Umsetzungsstufe wird eine vollautomatische Erfassung gewährleistet, die auch Rabatte für jene Bogenschützen bieten soll, die sehr oft auf den Platz kommen (Viel-Schießer-Rabatt).
Umsetzungsstufe 1: Freiwilliger Feldversuch
Die erste Umsetzungsstufe soll freiwillig anhand eines Feldversuchs erfolgen. Dabei sollen Pfeilzähler zum Einsatz kommen, die viele Bogenschützen / Bogenschützinnen ohnedies bereits gewohnt sind zu verwenden.
Die Tageschussanzahl soll in Folge in unser neuen Artemis-Archery-App eingetragen werden, die wir gerade konzipieren.
Umsetzungsstufe 2: Vollautomatische Erfassung
Natürlich ist es nachvollziehbar, dass es recht aufwändig und kompliziert scheint bei jeden Training die Anzahl der Pfeile zu erfassen.
Die Lösung dazu wird in der Stufe 2 geboten: eine Vollautomatische Erfassung der geschossenen Pfeile durch optische Pfeilerfassungssysteme.
Um die Anzahl der Schüsse für jedes Mitglied fehlerfrei zu erfassen, sollen auf der Schießlinie entsprechende Apparaturen dauerhaft installiert werden, die nicht nur Anzahl der Pfeile verlässlich erfassen und die entsprechenden Daten mittels BlueTooth an die jeweilige Handy-App übermitteln, die Pfeilerfassungssysteme eignen sich auch zur Geschwindigkeitsmessung der jeweilig geschossenen Pfeile.
Da wir die Verrechnung absolut fair gestalten wollen, werden wir bei der künftigen Gebührenerhebung auch die Pfeilgeschwindigkeit berücksichtigen, da je nach Entfernung eine höhere Fluggeschwindigkeit auch einen höheren Verschleiß der Dämpfer bewirkt.
Für Viel-Schießer ist natürlich ein Rabatt angedacht (siehe unten), wir sind auch gerade dabei zu überlegen, ob wir nicht mit Archery-Austria einen zusätzlichen Rabatt von 5% für alle Archery-Austria-Plus-Card Besitzer ausverhandeln sollen.
(Eine Preisübersicht des geplanten Zahlungsmodells ist unten angeführt.)
Umsetzungsstufe 3 (Konzept-Phase)
Die letzte Umsetzungsstufe soll ein am Dach des Vereinsgebäudes installiertes optisches System bieten, das die bis dahin dauerhafte Installation von Schuß-Zählgeräten ersetzen soll. Die Planungen dazu sind aber erst in einer frühen Phase, die Umsetzung kann frühestens im Jahr 2028 erfolgen.
Zusammenfassung
+ Automatische Erfassung der Schussanzahl
+ Einschießen gratis (bis zu 5 Passen)
+ Wer wenig schießt, zahlt auch wenig
+ Viel-Schießer-Rabatt
+ Faire Gebührenstruktur durch Berücksichtigung der Pfeile-Fluggeschwindigkeit ohne Benachteiligung eines Bogentyps
+ Zusätzlicher 5% Rabatt für alle Archery-Austria-Card-Plus Besitzer (ist angedacht mit Archery Austria auszuhandeln)
Preisübersicht der geplanten Pfeile-Schuss-Gebühr
Die angeführte Übersicht bietet einen groben Überblick über die zu erwartende Gebühr, wobei die Abstufung hier noch anhand des Auszugsgewichts des Bogens erfolgt. In Folge und mit den künftigen Erfahrungswerten wird die Abstufung feiner anhand der Fluggeschwindigkeit des Pfeils erfolgen:
Bögen bis 20# alle Distanzen 0,10 € / Pfeil
Bögen bis 35# bis 25m 0,50 € / Pfeil
Bögen bis 35# bis 40m 0,25 € / Pfeil
Bögen bis 35# ab 41m 0,10 € / Pfeil
Bögen bis 50# bis 40m 0,50 € / Pfeil
Bögen bis 50# ab 41m 0,25 € / Pfeil
Bögen ab 51# bis 40m 1,00 € / Pfeil
Bögen ab 51# ab 41m 0,50 € / Pfeil
Wie oben bereits angesprochen wird natürlich auf Basis der angeführten Preise auch ein Rabatt-Modell eingeführt (Viel-Schießer-Rabatt), das Einschießen (bis zu 5 Passen) bleibt gratis, die Erfassung der Schüsse und der entsprechenden Gebühren soll ab Umstzungs-Stufe 2 vollautomatisch erfolgen.
Wir sind davon überzeugt, dass mit dem geplanten zukunftsweisendem Gebühren-Modell keine Probleme mit der Jahres-Mitglieds-Gebühr mehr bestehen und rechnen damit, dass sich andere Bogensportvereine bald dieser Idee anschließen werden!



